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Pennsylvania - ein "swing state", der zum demokratischen "blue state" werden könnte

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Pennsylvania - ein "swing state", der zum demokratischen "blue state" werden könnte

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Pennsylvania heißt willkommen, alle, denen das Motto des Bundesstaates “Tugend, Freiheit, Unabhängigkeit” am Herzen liegt. Dieser Staat ist amerikanische Geschichte pur. Benannt nach William Penn, aus dessen 1701 formulierter
“Charta of Pennsylvania” Gedanken in die amerikanische Unabhängigkeitserklärung eingingen.

Hier leben mit knapp 30 % soviele Bürger mit deutschen Vorfahren wie in keinem anderen Bundesstaat.
Seit 1992 gewannen hier die Demokraten bei Präsidentschaftswahlen und 2006 auch den 2. Sitz im Senat.

“Pennsylvania war unter den 10 Staaten mit dem knappesten Ergebnis bezogen auf die Gesamtstimmenzahl”, begründet der Wissenschaftler Terry Madonna dessen Bedeutung.
“Seine 21 Wahlmännerstimmen sind eine hoher Preis”. Und er fügt an, hier werde deshalb gekämpft bis zum Ende.

Der an der Spitze liegende Kandidat der Demokraten riskiert keine leichtsinnige Siegesgewißheit. Obama weiß – ebenso wie sein republikanischer Rivale, Pennsylvania ist auch ein von der Krise in der verarbeitenden Industrie gebeutelter Staat.

Das gilt besonders für den Westen rund um Pittsburgh – einst geprägt von Bergbau und Stahindustrie. Wandel erzeugt auch hier Hoffnungen ebenso wie Ängste

Die ältere Dame auf der Straße Frau bekennt, sich noch nicht entscheiden zu haben. Sie sei wütend auf die Republikaner – aber die Demokraten würden ihr Angst machen.

Anders die jüngere Wählerin ein paar Straßen weiter. Sie will sich nicht auf das Bauchgefühl verlassen, sie will noch mehr recherchieren.

Pennsylvania ist mit seiner Vielfalt der Probleme wie Möglichkeiten, mit dem typisch amerikanischen Pioniergeist neben bitteren Sorgen ein recht gutes Abbild der USA im Ganzen – und wohl auch daher so wichtig.