Eilmeldung

Eilmeldung

Schutzmaßnahmen für Thunfisch aber kein Fangstopp

Sie lesen gerade:

Schutzmaßnahmen für Thunfisch aber kein Fangstopp

Schriftgrösse Aa Aa

Thunfische sollen künftig besser geschützt werden, einen Fangstopp wie ihn Umweltorganisationen fordern, wird es allerdings nicht geben. Darauf haben sich die für Fischerei zuständigen EU-Minister bei ihrem Treffen in Luxemburg geeinigt. Der Thunfisch ist vor allem im Mittelmeer bedroht.

Laut dem WWF ging der Laichbestand in den vergangenen 30 Jahren um fast zwei Drittel zurück. EU-Fischereikommissar Joe Borg sieht in den beschlossenen Schutzmaßnahmen einen wichtigen Schritt nach vorn: Die Zeit werde knapp, um den Bestand an Blauflossenthunfisch zu retten, sagte er. Die EU sei aber nun in der Lage, das Problem der Überfischung zu lösen, die Länge der Fischereisaison zu verkürzen und spezielle Maßnahmen zur besseren Kontrolle des Handels zu setzen.

Außerdem beschlossen die Minister eine drastische Kürzung der Fangquoten in der westlichen Ostsee für Hering und Dorsch. Dorsche sind vor allem durch Schwarzfischerei bedroht, beim Hering hingegen gibt es aus unbekannten Gründen jedes Jahr weniger Nachwuchs. Für die östliche Ostsee wurden die Quoten für Dorschfang erhöht.