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Sarkozy will Beschäftigung staatlich fördern

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Sarkozy will Beschäftigung staatlich fördern

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Nach milliardenschweren Hilfsprogrammen für Banken und Unternehmen bringt Frankreich nun einen Beschäftigungsplan auf den Weg. Im kommenden Jahr sollten hunderttausend zusätzliche, staatlich geförderte Arbeitsverträge geschlossen werden, kündigte Staatspräsident Nicolas Sarkozy in einer Grundsatzrede im Ardennen-Ort Retehl an.

Ausserdem müsse die umstrittene Sonntagsarbeit “ohne Tabus” diskutiert werden.
Frankreich sei das beliebteste Touristen-Ziel der Welt mit der größten Zahl an Besuchern. Vor diesem Hintergrund sei es nicht normal, dass sonntags alles geschlossen sein müsse.

Ebenfalls in Rethel hatten Gewerkschaften zu Protesten gegen die Politik der Sarkozy-Regierung aufgerufen. Ihrer Ansicht nach kommen die Arbeitnehmer bei den Unterstützungsmaßnahmen zu kurz.

Der Präsident habe für die Rettung der Banken und der Unternehmen 400 Milliarden Euro in die Hand genommen, sagt der Chef der kommunistischen Gewerkschaft CGT, Bernard Thibault. Bei dem neuesten Plan für die Arbeitnehmer sei die Unterstützung gleich null.

Bislang war im Haushalt 2009 Geld für 230.000 staatlich subventionierten Arbeitsverträge vorgesehen. Nun sollen Mittel für 330.000 bereitgestellt werden.