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Anschlag auf Obama vereitelt

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Anschlag auf Obama vereitelt

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Auf den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Barack Obama sollte offenbar ein Attentat verübt werden. Nach Angaben von Bundesbehörden plante eine Gruppe von Skinheads zunnächst in einer Schule für Schwarze ein Massaker anzurichten und anschließend aus einem fahrenden Auto mit Schnellfeuergewehren auf Senator Obama zu schießen.

“Das eigentlich überraschende in diesem Wahlkampf ist, wie sehr diese extremistischen Gruppen an den Rand gedrängt wurden. Sie stehen nicht für Amerika. Sie sind nicht unsere Zukunft”, gibt sich Obama gelassen.

In dem Kleinstädtchen Bells im Bundesstaat Tenessee, aus dem einer der Verdächigten stammt, sind die Menschen erschüttert. Joan Lewis ist eine Nachbarin: “Ich kann das gar nicht glauben. Ich dachte zunnächst, jemand will den Jungen reinlegen”, sagt Lewis.

Unglauben auch bei der schwarzen Bevölkerung: “Das ist doch Quatsch. Weiße wählen Obama, Schwarze McCain und wenn McCain gewinnt, werden wir nicht herumziehen und Weiße umbringen”, ist sich der 25-jährige Timothy Johnson sicher. “Das ist schon erschreckend, daß da jemand hier herunterkommt und uns umbringt. Es gibt sehr wohl noch Rassismus bei uns und das sollte uns Angst machen”, findet dagegen Dorothy Anderson.

Nach Angaben der Behörden war der Anschlag noch in einem sehr frühen Vorbereitungsstadium. Die Ermittlungsergebnisse der Bundesbehörden beruhen auf den Aussagen der Verdächtigen.