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Entspannung im Kongo?

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Entspannung im Kongo?

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Im Kongo zeichnet sich eine Entspannung ab.
Nach Angaben der UN haben die Truppen des Rebellengenerals Laurent Nkunda einen einseitigen Waffenstillstand erklärt. Zuvor hatten die Regierungstruppen nach heftigen Kämpfen im Osten des Landes die Flucht vor den heranrückenden Rebellen ergriffen. Inzwischen hätten die Regierungstruppen die Provinzhauptstadt Goma in Richtung Süden verlassen, verlautete es aus Militärkreisen.

Seit dem Wochenende lieferte sich die Regierungsarmee mit den Rebellen schwere Gefechte. Auch UN-Blauhelmsoldaten beteiligten sich an den Kämpfen. Im Januar hatten alle Konfliktparteien ein Friedensabkommen geschlossen, dass seitdem immer wieder gebrochen wurde.

Durch den Konflikt droht eine humanitäre Katastrophe: Tausende Menschen sind auf der Flucht. Besonders in Goma herrscht nach Angaben einer Hilfsorganisation Panik. Alle versuchten die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen.
Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe im August sind rund 200.000 Menschen aus ihren Wohnorten vertrieben worden.

Der Konflikt geht 13 Jahre zurück. Damals wurde in Ruanda an mehreren hunderttausend Tutsi Völkermord begangen. Tutsi-Rebellenführer Nkunda begründet seinen Kampf damit, seine Volksgruppe zu schützen.