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Britin verliert Sterbehilfe-Prozeß

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Britin verliert Sterbehilfe-Prozeß

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Die 45 jährige Britin Debbie Purdy ist vor dem englischen High Court mit ihrem Versuch gescheitert, für ihren Mann eine Erlaubnis zur Sterbehilfe zu erhalten. Das Gericht wies Purdy Antrag ab, eine Strafverfolgung ihres Ehemann zu untersagen, wenn er für seine Frau Sterbehilfe leistet.

“Wir sind uns nicht sicher, wie wir es anstellen, innerhalb des Gesetzes zu bleiben. Ich will nicht, daß mein Man das Gesetz bricht und Gefängnis riskiert”, sagte Purdy nach dem Urteil.

Falls Purdys Mann, der kubanische Jazz-Geiger Omar Puente, wie geplant, seine Frau zur Sterbehilfe in die Schweiz bringt, riskiert er 14 Jahre Gefängnis.

Sterbehilfefälle sorgen in Europa immer wieder für Schlagzeilen. Seit 16 Jahren liegt eine Italienerin im Koma. Anfang des Monats bestätigte das italienische Verfassungsgericht eine Gerichtsentscheidung, die die Einstellung der künstlichen Ernährung ermöglicht.

Im Herbst 2003 tötete eine Französin ihren nach einem Autounfall querschnittsgelähmten Sohn auf dessen verlangen. Sie ging Straffrei aus. Jahrelang war sie vergeblich für das Recht auf aktiven Sterbehilfe eingetreten.