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US-Notenbank senkt Leitzinsen auf ein Prozent

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US-Notenbank senkt Leitzinsen auf ein Prozent

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Unter dem Druck einer drohenden Rezession hat die US-Notenbank die Leitzinsen weiter gesenkt. Und zwar um einen halben Prozentpunkt auf ein Prozent. Damit sind die Kreditkosten so niedrig wie seit rund fünf Jahren nicht mehr, als die Währungshüter auf das Platzen der Internetblase reagierten.

Einige Experten werfen Notenbankchef Ben Bernanke und seinem Vorgänger vor, mit dieser Geldschwemme die Krise auf dem Immobilienmarkt mitverursacht zu haben. Die Leitzinsen wurden seit Jahresbeginn von drei auf jetzt ein Prozent gesenkt.

Die Federal Reserve will mit dem erneuten Zinsschritt die wirtschaftliche Erholung fördern. Seit Beginn des Jahres verloren die USA 750.000 Jobs, die Arbeitslosenquote steht bei 6,1 Prozent. Doch schließen Fachleute nicht aus, dass bald zehn
Prozent erreicht werden könnten.

Eine weitere Baustelle der Konjunktur ist und bleibt die Krise auf dem Immobilienmarkt. Diese dürfte nach Meinung von Experten das wirtschaftliche Wachstum weiter deutlich belasten. Ein Rückgang der Immobilienpreise um zehn Prozent wie im Oktober entspreche 1,2 Prozent geringeren Konsumausgaben. Die privaten Haushalte machen mehr als zwei Drittel der US-Wirtschaft aus.