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EU-Beitritt Kroatiens rückt offenbar näher

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EU-Beitritt Kroatiens rückt offenbar näher

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters vorab meldet, will die Europäische Kommission in der kommenden Woche bekannt geben, dass Kroatien im nächsten Jahr in die entscheidende Phase der Beitrittsverhandlungen tritt. Kein grünes Licht könnte es hingegen für Mazedonien geben. Die Türkei solle zunächst ihre Reformen weiter vorantreiben. Serbien hingegen kann demnach mit dem offiziellen Kandidatenstatus im nächsten Jahr rechnen.

Die Begründung für das Nein an Mazedonien: Dem Land wird den Informationen zu Folge vorgeworfen, die Parlamentswahlen gefälscht zu haben.

Die Regierung in Ankara solle zunächst Demokratie und Menschenrechte vorantreiben und das Land modernisieren. Die Türkei führt seit drei Jahren Beitrittsverhandlungen mit der EU.

Serbien wird erneut aufgefordert, enger mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammenzuarbeiten. Die Auslieferung des als Kriegsverbrecher gesuchten Generals Ratko Mladic ist offenbar keine Bedingung mehr für den Kandidatenstatus.

Kroatien hat demnach seine Hausaufgaben gemacht. Das organisierte Verbrechen, das dem Land einen Strich durch seine EU-Ambitionen machen könnte, wird mit Sondermaßnahmen bekämpft. Vier zusätzliche Gerichtshöfe, ein besserer Zeugenschutz und Polizeireformen sind geplant. Erst in der Nacht zum Donnerstag wurden zehn Männer festgenommen, die dem organisierten Verbrechen angehören sollen. Sie werden verdächtigt, in den Mordanschlag auf einen kroatischen Zeitungsverleger verwickelt zu sein.