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Lage in Goma wieder beruhigt

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Lage in Goma wieder beruhigt

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Nach einer Nacht der Gewalt und des Plünderns ist Goma am Donnerstag wieder zu relativer Ruhe zurückgekehrt. Streifen der UN-Friedenstruppe und der kongolesischen Regierungsarmee sorgten für Ruhe. In der Nacht hatten außer Rand und Band geratene Einheiten der Regierungsarmee in der ostkongolesischen Stadt gewütet.

Am Morgen waren aus Ruanda weitere UN-Blauhelme zur Verstärkung nach Goma verlegt worden. Von Norden waren Regierungstruppen aus Kibati nach Goma marschiert, um für Ordnung zu sorgen.

Seit Mittwochnachmittag stehen die etwa 7000 Mann starken Rebellen-Truppen des Tutsi-Generals Laurent Nkunda vor Goma. Am Wochenende hatten sie ihre Offensive begonnen und das kongolesische Militär innerhalb weniger Tage aus mehreren
Städten der Region Nord-Kivu vertrieben. Die schweren Kämpfe lösten eine Massenflucht aus.

Die Europäische Union stellte vier Millionen Euro Nothilfe für die Flüchtlinge im Ostkongo zur Verfügung. Die Forderung des französischen Außenministers Bernard Kouchner nach einer 1500 Mann starken EU-Truppe für den Ost-Kongo stieß in der Europäischen Union auf Zurückhaltung.