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Protest und Streik gegen italienische Bildungsreform

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Protest und Streik gegen italienische Bildungsreform

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Am diesem Mittwoch hatten viele junge Italiener gegen die umstrittene Bildungsreform der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi protestiert. An diesem Donnerstag streiken die Grundschulen, die von den Änderungen am meisten betroffen sind.

Mit dem Paket, das das Parlament – trotz der Proteste – am Abend verabschiedete, sollen rund 9 Milliarden Euro im Bildungssektor eingespart werden. 130.000 Stellen sollen wegfallen. Außerdem sollen Neuerungen, die in Italien in den vergangenen Jahren Fachlehrer auch in der Grundschule eingeführt hatten, zurückgedreht werden: Ein einziger Lehrer soll wieder eine Klasse unterrichten – und Noten für das Betragen vergeben.

Die linke Opposition will weiter gegen die Reformen protestieren. Walter Veltroni, der Chef größten Oppositionspartei, kündigte eine Petition an, um ein Referendum gegen die Budget-Kürzungen möglich zu machen. “Familien, Schulen, Universitäten sollen teilhaben, an diesem großem Kampf des Bürgersinns.”

Genau dieser Sinn schien den Jugendlichen aus dem rechtsextremen Lager zu fehlen, die am Abend auf der römischen Piazza Navona die Demonstranten mit Eisenstangen und Fahrradketten angriffen. Mindestens drei Studenten und ein Polizist wurden dabei verletzt. Mehr als 20 junge Rechtsextreme wurden festgenommen.