Eilmeldung

Eilmeldung

Kouchner: EU-Soldaten in den Ost-Kongo

Sie lesen gerade:

Kouchner: EU-Soldaten in den Ost-Kongo

Schriftgrösse Aa Aa

Der französische Außenminister Bernard Kouchner hat angesichts der drohenden humanitären Katastrophe im Osten der Demokratischen Republik Kongo gefordert, die EU solle die UN-Truppen dort mit 1500 Soldaten aus ihren Mitgliedsländern unterstützen.

In der Demokratischen Republik Kongo nahmen unterdessen Tutsi-Rebellen Teile der Provinzstadt Goma ein. Auch UN-Blauhelmsoldaten sollen in die Kampfhandlungen verstrickt sein. Die etwa 5000 Rebellen unter General Laurent Nkunda hatten seit Beginn ihrer Offensive am Wochenende mehrere Städte eingenommen und eine Massenflucht ausgelöst. “Die Bevölkerung hat Angst, dass die Rebellen ganz Goma besetzen, aber das wird nicht passieren”, versicherte der britische Colonel James Cunliffe.

Nkunda und seine Tutsi-Gefolgsleute beschuldigen die Regierung in Kinshasa, mit Hutu-Milizen zusammenzuarbeiten, die für den Völkermord 1994 in Ruanda verantwortlich gemacht werden.

Viele Menschen versuchen, Goma so schnell wie möglich zu verlassen. Die UNO forderte alle Hilfsorganisationen auf, ihr Personal unverzüglich aus Goma abzuziehen. Zehn Kilometer nördlich der Stadt bereitet sich das UN-Flüchtlingshilfswerk in einem Auffanglager auf die Aufnahme von rund 30.000 Flüchtlingen vor. Trinkwasser ist Mangelware. Auch gibt es nicht genug Nahrungsmittel.