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Zehntausende Syrer demonstrieren gegen US-Angriff

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Zehntausende Syrer demonstrieren gegen US-Angriff

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In Damaskus haben mehrere zehntausend Menschen gegen den Angriff der US-Armee auf ein syrisches Dorf demonstriert. Sie trugen Plakate mit dem Bild des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sowie Transparente mit Slogans wie “Bush
kennt nur Blutvergießen”. Die US-Botschaft in Damaskus blieb heute geschlossen – möglicherweise wegen der angekündigten Demonstration. Mehrere Dutzend junge Männer aus der Region Al-Bukamal, in der US-Soldaten am vergangenen Sonntag nach syrischen Angaben mehrere Menschen getötet hatten, protestierten in der Nähe der streng bewachten amerikanischen Botschaft. In den Demonstrationszug reihten sich
auch muslimische Geistliche ein. Bei der Aktion hatten US-Soldaten aus dem Irak nach syrischer Darstellung mit vier Helikoptern die Grenze überflogen und in dem Dorf mehrere Menschen getötet. Nach Angaben aus Damaskus wurden acht syrische Zivilisten erschossen. US-Regierungsbeamte sprachen von einer Kommandoaktion gegen einen gefährlichen al-Kaida-Terroristen. Die irakische Regierung forderte unterdessen von den USA mehr Kompromissbereitschaft bei den Gesprächen über das geplante Abkommen zur Zukunft der amerikanischen Soldaten im Lande. Am 31. Dezember endet das UN-Mandat für die ausländischen Truppen im Irak.