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Präsident von russischer Region Inguschetien zurückgetreten

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Präsident von russischer Region Inguschetien zurückgetreten

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Der Präsident der russischen Krisenregion Inguschetien, Murat Sjasikow, hat seinen Rücktritt erklärt. Nach Kreml-Angaben unterzeichnete der russische Präsident Dimitri Medwedew bereits das Demissionsschreiben für den früheren KGB-Mitarbeiter. Sjasikow war in den vergangenen Monaten wegen andauernder Gewalt im Nordkaukasus in die Kritik geraten.

In der Teilrepublik, die zwischen Tschetschenien und Nordossetien liegt, hatte es zuletzt immer wieder Anschläge und Überfälle mit vielen Toten gegeben. Im Oktober starben bei einem Anschlag von Rebellen auf eine russische Militärkolonne nach Behördenangaben zwei Soldaten.

Für eine Verschlechterung der Lage sorgte außerdem der Tod des Kremlkritikers und Publizisten Magomed Jewlojew. Er wurde aus ungeklärten Gründen in einem Polizeiwagen erschossen. Das sorgte für Proteste. Sjasikows Amt wird bis zur Wahl eines neuen Präsidenten der Vize-Stabschef für das Wolgaland und das Uralgebiet, Oberst Junusbek Jewkurow, übernehmen.