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UNO prangert Vergewaltigungen im Kongo an, EU berät über Militärmission

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UNO prangert Vergewaltigungen im Kongo an, EU berät über Militärmission

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Trotz der offenbar wieder eingekehrten Ruhe spitzt sich die humanitäre Lage im Kongo zu. Die Vereinten Nationen prangerten Tötungen, Vergewaltigungen und Plünderungen an. Zum größten Teil begangen von Regierungstruppen.

Doch die Ruhe im umkämpften Goma trügt. Viele haben die Stadt verlassen. Eine Viertelmillion Menschen sind auf der Flucht. Von der Hauptstadt der östlichen Provinz Nord-Kivu aus flohen Viele nach Bukavu am südlichen Ende des Kivu-Sees.

Soldaten der UNO überwachen den Waffenstillstand, den die Tutsi-Rebellen am Mittwoch erklärt hatten. Die derzeit größte UN-Mission sei am Ende ihrer Kräfte, so ein Sprecher. Von den rund 17.000 Soldaten sind nur 850 in der Region stationiert, sie stammen vor allem aus Indien.

Die Europäischen Union stellte vier Millionen Euro Soforthilfe bereit. Die Mitgliedsstaaten beraten zudem über die Entsendung einer Militärmission. Sie soll vor allem humanitäre Hilfe leisten. Einen Kampfeinsatz schloss Frankreichs Außenminister und EU-Ratspräsident Bernard Kouchner aus. Er wollte im Laufe des Tages nach Goma reisen.