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Spaniens Wirtschaft steuert auf Rezession zu

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Spaniens Wirtschaft steuert auf Rezession zu

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Erstmals seit 15 Jahren ist Spaniens Wirtschaft geschrumpft. Im dritten Quartal fiel das Bruttoinlandsprudukt um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Niedrigere Inlandsnachfrage und die weltweite Finanzkriese sind nach Ansicht der Regierung dafür verantwortlich.

“Wir leben in schwierigen Zeiten. Die Konjunktur wird beeinflußt durch die internationale Krise, die auch unser Land trifft”, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Maria-Teresa Fernandez de la Vega.

Der Abschwung wirkt sich bereits auf den Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenrate, die im Vorjahr noch bei 7 Prozent lag ist im September auf 11,9 % gestiegen und soll 2009 auf 14 % hochschnellen. Vor der Slowakei wies der einstige iberische Klassenprimus im September die höchste Arbeitslosigkeit in der EU auf.

Die spanische Notenbank warnte davor, dass das Land trotz des nachlassenden Inflationsdrucks und sinkender Rohstoffpreise im Strudel der globalen Finanzmarktturbulenzen noch tiefer in die Krise abrutschen könnte. Das jähe Ende des Baubooms macht der spanischen Wirtschaft bereits schwer zu schaffen, jetzt könnte die hohe Auslandsverschuldung dem Land den Rest geben. Analysten befürchten die schlimmste Rezession seit 40 Jahren.