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EU will im Kongo helfen

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EU will im Kongo helfen

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Im Kongo bleibt die Situation weiter angespannt. Nun will die EU helfen, noch sei aber nicht klar, ob europäische Truppen zur Unterstützung der rund 17. 000 UN-Soldaten gesandt werden sollen, sagte Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner. Sein Land spreche sich für eine 1500 Mann starke Truppe aus, sagte er bei einem Besuch mit Großbritanniens Außenminister David Miliband in der Krisenregion. In Goma, der Provinzhauptstadt von Nord-Kivus, machten sie sich ein Bild der Lage.
Kouchner zeigte sich geschockt und betonte, er wolle verstehen, warum an diesem Ort, trotz fortgesetzter Bemühungen aller Seiten, kein Frieden erreicht werde. Wie könne es sein, dass man keine Stabilität erziele und Hunderttausende Menschen in solch einem grauenvollen Zustand seien. Die Truppen des Rebellengenerals Laurent Nkunda hatten am vergangenen Wochenende eine neue Offensive gegen die Regierungsarmee gestartet und stehen nun unmittelbar vor Goma.

In der Stadt spielen sich dramatische Szenen ab. Allein in Goma und Umgebung benötigen mehr als eine Viertelmillion Flüchtlinge dringend Hilfe. Chaos und Panik herrschen bei der Verteilung der Hilfspakete. Die UN befürchtet eine humanitäre Katastrophe, denn viele Flüchtlinge werden von den Helfern kaum erreicht.