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Flüchtlingsdrama im Kongo spitzt sich zu, Miliband und Kouchner eingetroffen

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Flüchtlingsdrama im Kongo spitzt sich zu, Miliband und Kouchner eingetroffen

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Das Flüchtlingselend im Kongo wird immer dramatischer. Hilfsorganisationen haben große Probleme, die mehr als eine Viertelmillion Flüchtlinge zu versorgen. Nach einem Cholera-Ausbruch droht eine Ausweitung der Seuche.

Insgesamt wurden während der letzten zehn Jahre eine Million Menschen in der östlichen Unruheprovinz Nord-Kivu heimatlos, schätzt die UNO. Sie beschrieb die Lage als “völliges Desaster”. Wegen anderer Unruheherde ist nur ein Drittel der Blauhelmtruppe im östlichen Landesteil präsent.

EU-Entwicklungshilfe-Kommissar Louis Michel konnte nach Gesprächen mit den Präsidenten Kongos, Kabila, und Ruandas, Kagame, einen ersten diplomatischen Erfolg verbuchen. Beide wollten in Kenia zusammenkommen. Nur so und nicht militärisch könne es eine dauerhafte Lösung geben, so Michel.

Die Regierung in Kinshasa verdächtigt Ruanda, die Tutsi-Rebellen zu unterstützen, die auf Goma vorgerückt waren. Tutsi-General Laurent Nkunda wurde bislang nicht zum Dialog geladen. Außerhalb Gomas kontrollieren seine Kämpfer mehrere Dörfer.

Die Außenminister Frankreichs und Großbritanniens, Kouchner und Miliband, trafen unterdessen im Kongo ein. Sie wollen heute Goma besuchen.