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Gordon Brown auf Geldsuche bei den Scheichs.

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Gordon Brown auf Geldsuche bei den Scheichs.

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Gordon Brown tourt durch die Ölmonarchien am persischen Golf, um Geld einzusammeln – mit dem die Folgen der Finanzkrise eingedämmt werden sollen. Länder wie Saudi-Arabien möchte der britische Premier dazu bewegen, ihre Beiträge zum Internationalen Währungsfonds zu erhöhen, damit dieser dann gebeutelten Staaten besser unter die Armee greifen kann.

Die rund 160-Milliarden Euro schwere Kasse des Währungsfonds soll dazu um mehr als ein Drittel aufgestockt werden. Gordon Brown sagte: “Wenn wir die Welt vor der sich ausbreitenden finanziellen Ansteckung schützen wollen, dann brauchen wir dazu auch die Beiträge von Ländern, die Finanzreserven haben. Es geht hier um Millarden von Dollars – aber ich denke, dass wir Länder wie China oder die Ölstaaten überzeugen können, auch etwas einzubringen.”

Trotz Browns Zuversicht: Konkrete Zusagen gibt es noch keine. Offenbar äusserten sich seine saudischen Gesprächspartner besorgt, ihr Land könne eine “Milchkuh” werden, die der Wirtschaft in anderen Teilen der Welt wieder auf die Beine helfen müsse. Allerdings erhöhen Länder, die mehr Geld in den IWF oder in die Kasse der Weltbank einzahlen, auch ihr Stimmrecht dort.

Für die Ölmonarchien würde es auch bedeuten, daß sie für ihr Geld auch ihren politischen Einfluss auszubauen.