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Finanzkrise lässt EU-Wachstumsprognose drastisch sinken

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Finanzkrise lässt EU-Wachstumsprognose drastisch sinken

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Die Eurozone muß sich auf wirtschaftlich harte Zeiten einstellen. Die EU-Kommission senkte ihre Wachstumsprognose für 2009 drastisch von 1,5 auf nur noch 0,1 Prozent. Großbritannien und Irland dürften demnach in eine Rezession abgleiten.

EU-Währungskommissar Joaquin Almunia sagte, die Situation bleibe unsicher. Die Krise sei noch nicht vorbei. Das bedeute durch die Bank ein schwächeres Wachstum. Positiv sei dagegen, dass der Inflationsdruck nachlasse. Einschließlich des Ölpreis-Rückgangs liege das aber nur an der geringeren Nachfrage.

Für das laufende Jahr rechnet Brüssel noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 Prozent. Danach trübt sich der wirtschaftliche Horizont ein. Nach dem Beinahe-Nullwachstum im nächsten Jahr werden für 2010 allenfalls magere 0,9 Prozent erwartet.

Die Märkte richten ihre Aufmerksamkeit in dieser Woche auf die Europäische Zentralbank. Die Währungshüter dürften am Donnerstag die Leitzinsen von derzeit 3,75 Prozent weiter senken.
Entsprechende Hinweise von EZB-Trichet hatte für eine solche Annahme gesorgt. Zuletzt hatte die EZB am 8. Oktober in einer spektakulären gemeinsamen Aktion mit anderen Notenbanken um einen halben Prozentpunkt gesenkt.