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UN-Hilfskonvoi soll in Osten des Kongo fahren

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UN-Hilfskonvoi soll in Osten des Kongo fahren

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An diesem Montag soll ein erster Hilfskonvoi der Vereinten Nationen in den Osten des Kongo fahren. Es ist die erste Hilfslieferung in die Region seit einer Woche. Dort droht eine humanitäre Katastrophe.

Allein in Goma und Umgebung benötigen mehr als 250.000 Flüchtlinge dringend Hilfe. Hilfsorganisationen sprechen von Chaos und Verzweiflung. Der Konvoi soll nach Rutshuru fahren. Die Region ist besonders betroffen von den Kämpfen zwischen den Rebellen von Laurent Nkunda und Regierungstruppen.

Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner und sein britischer Kollege David Miliband appellierten an die kongolesische Regierung, ihre Truppen unter Kontrolle zu halten und sich an die Verpflichtungen der zuvor in Nairobi und Goma unterzeichneten Friedensabkommen zu halten.

Miliband forderte zudem, die kongolesische Regierung müsse Kommunikationskanäle zu allen Volksgruppen im Land und zu den Nachbarländern aufbauen. Auch Ruanda solle seine Verpflichtungen gemäß dem Abkommen von Nairobi nachkommen.

Während die diplomatischen Bemühungen auf Hochtouren laufen, gibt es widersprüchliche Stellungnahmen über eine Entsendung europäischer Soldaten in die Krisenregion. Miliband sagte, es gebe derzeit keine Pläne, Einheiten zur Unterstützung der UN-Friedenstruppen zu verlagern.