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Wall Street vor dem Aufschwung - ganz gleich, wer Präsident wird

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Wall Street vor dem Aufschwung - ganz gleich, wer Präsident wird

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Die Börsen wollen einen Republikaner, sagen die McCain-Anhänger. Aber Aktien ging es stets besser unter einem Demokraten, entgegen die Obama-Fans.

Nach den Turbulenzen der vergangenen Wochen fragen sich viele Amerikaner indes: Spielt die Wahl für die Kursentwicklung eine Rolle? Die Antwort: ja und nein. Politiker spielen eine wichtige Rolle dabei, das Land aus der aktuellen Krise zu führen.
Analysten zufolge hat aber keiner der Kandidaten das perfekte Rezept.

Präsident Obama oder Präsident McCain dürften im kommenden Jahr einem Kursaufschwung beiwohnen, da sind sich die meisten Experten sicher. Nach dem Börsen-Boom unter Clinton und Bush – und dem Absturz der jüngsten Zeit – könne es nur noch aufwärts gehen.

Dennoch habe der neue Präsident eine Menge Arbeit, meint Harvard-Professor Stephen Walt. Nach der Finanz- und Immobilienkrise sei die US-Wirtschaft eine gewaltige Baustelle.

Größtes Problem: die Konjunktur. Die privaten Haushalte sind hoch verschuldet, die Verbraucher verunsichert. Schon warnen Experten vor einem Zusammenbruch des Kreditkartensystems, wodurch die Finanzarchitektur weiter ins Wanken geraten könnte.

Zudem sei die Immobilienkrise noch längst nicht ausgestanden. Der Nachfrageeinbruch ruiniere die Preise und damit auch die Wirtschaft.

Schon bewegt sich die Autoindustrie, einst der Stolz der Amerikaner, näher auf den Abgrund zu.
Megaverluste, Schuldenberge und Halden unverkaufter Fahrzeuge – eine Fusion von Ford, GM und Chrysler halten viele nicht für ausgeschlossen.

Die Baustellen der US-Wirtschaft – der neue Präsident wird sie als Chance zum Neuanfang begreifen müssen.