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Junge Wähler könnten bei US-Wahl den Ausschlag geben

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Junge Wähler könnten bei US-Wahl den Ausschlag geben

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Die Entscheidung über den künftigen Präsidenten der USA könnte vor allem bei den Jungwählern liegen. Analysten sagen voraus, dass diesmal besonders viele Wähler zwischen 18 und 29 Jahren zur Wahl gehen werden – und das wiederum wäre ein klarer Vorteil für Barack Obama. Laut Umfragen liegt das Verhältnis zwischen Obama- und McCain-Anhängern unter den Jungwählern bei zwei zu eins. “Obama hat große Begeisterung bei jungen Leuten ausgelöst”, sagt dieser Student aus Penssylvania. “Er hat an den Universitäten viele Anhänger.” John McCains Unterstützer finden sich eher an konservativeren Hochschulen wie etwa der Universität Scranton. “Ich werde John McCain wählen”, so ein junger Mann. “Ich bin sehr konservativ. Eigentlich war ich Anhänger von Mitt Romney. Ich war enttäuscht, als McCain Romney nicht als Vizepräsidentschaftskandidat ausgewählt hat. Aber ich halte auch nichts von der liberalen Politik von Senator Obama.”

Wahlforscher schätzen, dass mehr als die Hälfte der 44 Millionen Jungwähler zur Wahl gehen werden – und Politikwissenschaftler staunen über die Begeisterung der jungen Leute. “Dieses Jahr ist anders als alles, was ich bisher erlebt habe”, stellt Don Kettl von der Universität Pennsylvania fest. “Ich habe seit den Tagen von Vietnam in den 60er und frühen 70er Jahren keine solche Emotionalität unter jungen Wählern gesehen. Das ist wirklich historisch. Viele junge Leute spüren, dass es stimmt, was alle sagen, dass dies eine kritische Wahl ist, die die Art, wie wir in Amerika über Politik denken, verändern kann.” Diese Entwicklung kommt aber nicht ganz aus heiterem Himmel: Schon bei den vergangenen Präsidentschaftswahlen stieg die Beteiligung der Jungwähler kontinuierlich an. Bei den Vorwahlen im Frühjahr lag sie bei 56 Prozent.