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Hilfe im Kongo läuft an

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Hilfe im Kongo läuft an

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Im Kongo ist die dringend benötigte Hilfe für die Flüchtlinge angelaufen. Die Schlangen in den Lagern um Goma sind lang. Hunderttausende sind in der östlichen Unruheprovinz Nord-Kivu vertreiben worden. Viele flüchteten sich auch zu Verwandten – ode irren in den Wäldern umher.

Der britische Außenminister Miliband hatte von mehr als eineinhalb Millionen Bedürftigten gesprochen. Hilfsorganisationen zufolge sterben täglich mehr Menschen, auch durch den Ausbruch von Seuchen.

Kämpfer des abtrünnigen Tutsi-Generals Nkunda hatten die Regierungstruppen um Goma zurückgeschlagen. Der fragile Waffenstillstand dauerte an. Der Kongo und Ruanda werfen sich gegenseitig die Unterstützung von Milizen vor.

UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon will nun persönlich vermitteln. Er ernannte den früheren Präsidenten Nigerias, Olusegun Obasanjo zum Sondergesandten für den Kongo.

Die UNO wies Kritik zurück, sie hätte die Zivilisten nicht ausreichend geschützt. Zugleich forderte Ban, die Blauhelmtruppen zu stärken. Die Vereinten Nationen haben insgesamt 17.000 Mann im Kongo stationiert, davon nur knapp tausend in der Unruhe-Region um Goma Osten. Das drittgrößte Land Afrikas ist fast sieben Mal so groß wie Deutschland.