Eilmeldung

Eilmeldung

Barack Obama - Amerikas erster schwarzer Präsident?

Sie lesen gerade:

Barack Obama - Amerikas erster schwarzer Präsident?

Schriftgrösse Aa Aa

Er ist die Lichtgestalt der Demokraten – und inzwischen auch vieler Amerikaner, die sich vor seinem Auftauchen kaum für Politik interessiert haben.
Barack Hussein Obama, der schwarze Senator, der mit der Vision vom Wandel antritt – und mit einem Namen, wie er in den USA kaum mißverständlicher klingen könnte.

Er hatte noch keine zwei Jahre Erfahrung im Senat in Washington hinter sich, als er im Februar 2007 selbst eine “gewisse Vermessenheit” einräumte bei seiner Ankündigung, sich um das erste Amt im Staate bewerben zu wollen. Sein Argument: Er habe gelernt, daß Washingtons Wege sich ändern müssen.

Vor der Rede zur Nominierung von John Kerry, die ihn 2004 zunächst bei Demokraten bekannt machte, hatte er mit “magna cum laude” sein Jura-Studium absolviert und in einer auf Bürgerrechte spezialisierten Anwaltskanzlei in Chicago gearbeitet, wo er auch seine Frau kennenlernte.

1992 hatte er hier eine politische Kampagne zur Wählerregistrierung unter Schwarzen organisiert, um Bill Clinton zu unterstützen.
In seinem ersten politischen Amt im Senat von Illinois verfasste er Gesetzesinitiativen, um Menschen ohne Krankenversicherung zu helfen.

Daß Obama letztlich kein Politiker nur für die Interessen der Schwarzen sein wollte, hat auch mit seiner Herkunft zu tun. Familien-Fotos zeigen ihm mit einer schwarzen und einer weißen Großmutter.
Sein Vater war mit einem Stipendium aus Kenia in die USA gekommen.
Seine Mutter stammte aus Wichita, Kansas.
Die Eltern trafen sich beim Studium auf Hawai.
Die Ehe hielt aber nur zwei Jahre.

Vier Jahre ging der Junge in Indionesien zur Schule, der Heimat seines Stiefvaters, um dann die prägenden Jahre in der Obhut der amerikanischen Großmutter zu verbringen.
So verschiedenartig ist der kulturelle Hintergrund des Mannes, der dann im Juni 2008 seinen Anhängern zuruft:
“Euretwegen bewerbe ich mich heute um die Kandidatur der Demokraten für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten.”

Seither hat Obama eine sehr breit gefächerte Anhängerschar hinter seiner Idee vom notwendigen Wandel versammeln können.