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Ypsilanti wird nicht Ministerpräsidentin.

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Ypsilanti wird nicht Ministerpräsidentin.

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Andrea Ypsilanti hat verloren. Ihr Traum, Ministerpräsidentin von Hessen zu werden, ist an vier ihrer sozialdemokratischen Parteigenossen in letzter Minute gescheitert. Die Sondersitzung des Landtages zur Wahl Ypsilantis wurde abgesagt.

Fünf Parteien waren bei der Wahl Ende Januar in den hessischen Landtag eingezogen.
SPD und Grüne wollten mit Duldung der Linkspartei, den geschäftsführenden Ministerpräsidenten der CDU, Roland Koch, aus dem Amt heben und Andrea Ypsilanti hineinhiefen. Der Koalitionsvertrag stand.

Das Wahlversprechen, nicht mit der Linken zusammenzuarbeiten, galt nicht mehr. Aus und vorbei. Nun wird in Hessen nichts mehr so sein wie vorher. Schadensbegrenzung – aus Berlin vom SPD-Vorsitzenden Franz Müntefering. Er sagte: “ Es wird eine Zusammenarbeit der SPD mit der Linken auf Bundesebene aus sachlichen Gründen nicht geben. Definitiv. Insofern ist der ganze Vorgang einer, der uns hochgradig beschäftigt, betroffen gemacht hat und empört, der aber die Bundestagswahl nicht beeinflussen muss.”

Bei der Wahl zum hessischen Landtag hatte die CDU massive Verluste hinnehmen müssen und konnte aus eigener Kraft nicht mehr den Ministerpräsidenten stellen. Roland Koch hatte verloren. Nun ist Alles wieder offen. Die Grünen schließen eine erneute Koalition mit der SPD nach dem Debakel vorerst aus.

Wie es weitergehen soll weiß in Hessen zur Stunde niemand. Über Neuwahlen wird schon nachgedacht.