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Neue Kämpfe im Kongo-Konflikt

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Neue Kämpfe im Kongo-Konflikt

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Der Rebellenführer Laurant Nkunda hat gedroht, den Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo in die Hauptstadt zu tragen. Er sagte, sollte die Regierung sich weiter weigern, mit ihm zu verhandeln, werden seine Truppen Richtung Kinshasa marschieren.

Vorerst aber sind seine Rebellen offenbar wieder in Kämpfe mit lokalen Miliz-Gruppen verwickelt, die seit Jahren versuchen, ihr Gebiet gegen Übergriffe aus dem benachbarten Ruanda zu verteidigen – auch gegen Rebellen, wie jene von Nkunda, die von Ruanda unterstützt werden. Vor allem um die die Stadt Rutshuru scheint es Schusswechsel zu geben.

Gleichzeitig nimmt das Elend der Flüchtlinge in der Region ungekannte Ausmasse an: Seitdem vor zwei Wochen der Konflikt erneut aufflammte, sind rund ein Viertel Million Menschen auf der Flucht.

Da es aber auch in den Flüchtlingslagern für Zehntausende Menschen weder Nahrung noch Trinkwasser gibt, fliehen viele aus den Notunterkünften – manche in Richtung der umkämpften Gebiete, wo sie hoffen, zumindest etwas zu essen zu finden.