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US-Wahlsystem: Über 200 Jahre alt

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US-Wahlsystem: Über 200 Jahre alt

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Das Wahlsystem in den USA stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das Volk entscheidet nur indirekt über den Präsidenten.

Gewählt wird der erste Mann im Staate alle vier Jahre vom sogenannten Electoral College, einem Gremium von insgesamt 538 Vertretern der einzelnen Bundesstaaten und des District of Columbia mit der Bundeshauptstadt Washington.

Um Präsident zu werden, sind mindestens 270 Stimmen im Electoral College nötig.

Jeder Staat stellt so viele Wahlmänner oder -frauen, wie er Abgeordnete und Senatoren im
Kongress hat. Das sind mindestens drei, denn jeder Staat, auch der bevölkerungsärmste, stellt schon mal zwei Senatoren und einen Vertreter im Repräsentantenhaus. Das bevölkerungsreiche Kalifornien hat allein 55 Stimmen.

Die Vertreter in dem Wahlgremium votieren dann traditionell nach dem Prinzip “The winner takes all” für den Kandidaten mit den meisten Stimmen in ihrem Bundesstaat. Alle Stimmen eines Staates gehen dann also entweder an McCain oder Obama.

Bei diesem komplizierten Wahlsystem ist nicht ausgeschlossen, dass ein Kandidat US-weit die meisten Wählerstimmen erhält, aber trotzdem nicht Präsident wird.