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9 Prozent der Wahlberechtigten sind Hispanics

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9 Prozent der Wahlberechtigten sind Hispanics

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Auf englisch nennt man sie “hispanics”, sie selber nennen sich in ihrer Muttersprache “latinos”. Bürger der Vereinigten Staaten, die ihre Wurzeln in Lateinamerika haben.
9 Millionen von ihnen sind US-Bürger mit Wahlrecht. Damit machen sie 9 Prozent der Wahlberechtigten aus – eine nicht zu unterschätzende Kraft.

In Nevada, dem Wüstenstaat mit dem Spielerparadies Las Vegas, stellen sie sogar 12 Prozent der Wahlberechtigten. 2004 bekam der Republikaner Bush 40 Prozent der Stimmer der hispanics. Ein Rekord!

Das dürfte sich diesmal grundlegend ändern. Der Demokrat Barack Obama hat nicht nur reichlich Unterstützung bei dieser Bevölkerungsgruppe gefunden, er hat spanisch geübt, sich direkt an die Mitbürger mit der anderen Sprache gewandt:

Die Sorgen der hispanics mit Wahlberechtigung sind die gleichen wie bei vielen anderen Wählern: Die Wirtschaftslage mit den hohen Gaspreisen bringe sie um, klagt dieser Restaurantbesitzer. Das Leben sei um ein Vielfaches teurer geworden.

Hispanics, die sich ihren amerikanischen Traum erfüllen wollen, haben es häufig bis ans untere Ende der Mittelklasse geschafft.

Und das ist genau die Bevölkerungs-Gruppe, die von der Immobilienkrise am schlimmsten getroffen wurden. 29 Prozent der geplatzen Hypotheken entfallen auf Hispanic-Haushalte.

Mehr als 10 Prozent der Familien in dieser Mittel-Klasse-Siedlung in Laredo/Texas haben ihre Häuser verloren, erklärt einer, der gerade noch so davongekommen ist.

Die Zusammensetzung der Latino-Gemeinschaft hat sich geändert in den vergangenen Jahren.

Wesentlich zahlreicher als die erzkonservativen Exil-Kubaner, die vorwiegend in Florida leben, sind inzwischen die Zuwanderer aus Mexiko und noch weiter südwärts. Ganz vorn auf der Agenda der Hispanics steht das Thema Einwanderungspolitik.

Von den 12 Millionen Menschen, die illegal in den USA leben, kommen allein 6 Millionen aus Mexiko.