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Karadzic sagt vor UN-Kriegsverbrechertribunal aus

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Karadzic sagt vor UN-Kriegsverbrechertribunal aus

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Der ehemalige Präsident der bosnisch-serbischen Republik, Radovan Karadzic, hat als Zeuge vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ausgesagt. Angeblich will er damit seinen ehemaligen Vertrauten Momcilo Krajisnik in dessen Berufungsverfahren entlasten. Der einstige Parlamentspräsident der Republik Srpska war 2006 wegen Kriegsverbrechen während des dreijährigen Bosnienkrieges von 1992 bis 95 zu 27 Jahren Haft verurteilt und gleichzeitig von Vorwürfen des Völkermordes freigesprochen worden.

Er versucht jetzt, sich als wenig einflussreich in der damaligen Führung darzustellen. Karadzic war im Juli festgenommen und nach Den Haag gebracht worden. In Protokollen des UN-Tribunals war Krajisnik als Mitglied des bosnisch-serbischen Kriegspräsidiums dargestellt worden. Karadzic sagte jetzt aus, dass das nicht zutreffe.

In den Unterlagen der Berufung heisst es, Krajisnik sei nie am Aufbau der Polizeikräfte und der Territorialverteidigung, sowie der Bestellung von Ministern beteiligt gewesen.