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Erwartungen nach Obama-Sieg im Nahen Osten

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Erwartungen nach Obama-Sieg im Nahen Osten

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Im Nahen und Mittleren Osten nehmen viele den Wahlsieg von Obama mit vorsichtigem Optimismus auf. Die Beziehungen zwischen Ländern wie Syrien oder Iran und den Vereinigten Staaten sind auf dem Gefrierpunkt; Barack Obama will auf diese Länder zumindest wieder etwas zugehen.

Atmosphärisch sei das wohl positiv, meint Mahdi Dachlallah, ein ehemaliger Informationsminister in Syrien; es komme in der Politik eben nicht nur auf Inhalte an, sondern auch auf die Art und Weise. An den langfristigen Zielen der USA ändere sich damit aber natürlich nichts.

Auch andere in der arabischen Welt setzen nach dem Machtwechsel in den USA nun zumindest auf kleine Veränderungen. Obamas Antrieb sei der Wandel, sagt Amr Mussa, Chef der Arabischen Liga. Mehr brauche man nicht – eine Richtungsänderung in
der Außenpolitik und in der Nahostpolitik.

Darauf hoffen auch iranische Politiker. Seit fast dreißig Jahren sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern abgebrochen; der Streit um das iranische Atomprogramm droht immer wieder zu eskalieren.

Die Regierung sei über eine mögliche Entspannung aber vielleicht gar nicht so glücklich, gibt der iranische Politikwissenschaftler Said Laylas zu bedenken. Die Regierung werde von extremen Kreisen beherrscht, und denen komme eine Krise
besser gelegen, als wenn alles ruhig sei.

Trotzdem hoffen viele, dass mit der Konfrontation der Bush-Jahre nun Schluss ist. Auf Obama warten auch Krisenherde wie Irak und Afghanistan oder der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern – in dem sein Vorgänger George Bush gescheitert ist.