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ArcelorMittal tritt auf die Wachstumsbremse

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ArcelorMittal tritt auf die Wachstumsbremse

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Angesichts der Wirtschaftskrise ist die Stahl-Nachfrage eingebrochen, und der weltweit größte Hersteller fährt seine Produktion um um fast ein Drittel zurück – statt der zuvor geplanten 15 Prozent. Für mindestens zwei Quartale will der Konzern nun eine Reihe Hochöfen stilllegen, die Stahl für die Automobilindustrie herstellen.

Firmenchef Lakshmi Mittal sagte, er sei dennoch zuversichtlich, hinsichtlich der Wachstumsaussichten der Stahlindustrie – zumindest mittelfristig. Nun aber sei ein Pause in der Wachstumsstrategie angebracht.

Trotzdem: ArcelorMittal produzierte nach den letzten Zahlen rund 116 Millionen Tonnen Stahl pro Jahr. Das ist mehr als dreimal soviel als sein nächster Konkurrent – Nippon Steel. Doch die Reaktion der Börsen auf den angekündigten Produktionsrückgang kam prompt: Die Aktie fiel um fast 15 Prozent.

Im dritten Quartal 2008 hatte der Stahlhersteller aber Rekordergebnisse erwirtschaftet: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent, der Nettogewinn um 29 Prozent.