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Medwedew droht mit der Stationierung von Raketen in Kaliningrad

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Medwedew droht mit der Stationierung von Raketen in Kaliningrad

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Russland will Raketen an der Grenze zur NATO stationieren. Dies kündigte der russische Präsident Dmitri Medwedew in seiner Rede zur Lage der Nation an. Das Raketensystem mit der Bezeichnung “Iskander” soll nach den Worten Medwedews in der Exklave Kaliningrad, dem früheren Königsberg aufgestellt werden. “Wir haben keine Schwierigkeiten mit dem amerikanischen Volk”, sagte Medwedew, “wir sind nicht anti-amerikanisch eingestellt. Wir hoffen, dass unsere Partner, dass die neue US-Regierung sich für umfassende Beziehungen zu Russland entscheiden wird.”

Medwedew ging in seiner Rede zur Lage der Nation auch auf den Krieg mit Georgien ein. Der Angriff der georgischen Armee auf die russischen Friedensoldaten habe für mehrere tausend Menschen zu einer Tragödie geführt. “Diese Provokation hat die Spannungen in der ganzen Region erhöht”, sagte Medwedew. “Die NATO hat diesen Konflikt als Vorwand benutzt, um ins Schwarze Meer einzudringen und um Europa das amerikanische Raketenabwehr-System aufzuzwingen. Selbstverständlich wird Russland darauf reagieren.” Russlands Präsident meint damit den Raketen-Schutzschild, der in Polen und Tschechien aufgestellt werden soll.

Bereits Medwedews Vorgänger Wladimir Putin hatte angedroht, als Reaktion darauf Raketen in Kaliningrad zwischen den NATO- und EU-Staaten Litauen und Polen stationieren zu wollen. Militärexperten zufolge haben die “Iskander”-Raketen eine Reichweite von rund 280 Kilometern und eine hohe Treffgenauigkeit. Auch sollen sie über die so genannte Tarnkappen-Technologie verfügen.