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EU-Rauschgiftexperten zeigen sich beunruhigt

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EU-Rauschgiftexperten zeigen sich beunruhigt

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Harte Drogen wie Kokain sind in Europa auf dem Vormarsch. Der an diesem Donnerstag vorgestellte EU-Drogenbericht kommt auch zum Schluss, dass der Konsum von Heroin nicht mehr – wie in den Vorjahren – abnimmt. Außerdem greifen mehr und mehr junge Menschen zur Spritze.

Ein Grund ist die gesteigerte Opiumproduktion in Afghanistan: Im vergangenen Jahr erhöhte sie sich um etwa ein Drittel auf mehr als 8870 Tonnen. Aber auch der sinkende Marktpreis macht den Drogenschützern Sorgen.

Wolfgang Götz von der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht rief deswegen zu größerer Wachsamkeit auf. Er sagte, in den letzten Jahren habe es einige Verbesserungen gegeben. Nun gebe es Hinweise darauf, dass sich der Rückgang nicht fortsetze.
Aktuelle Studien legten den Schluss nahe, dass sich die Situation nicht verbessere, sondern in manchen Fälle schlimmer werde. Da es sich um einen wichtigen Bereich handele, müsse man wachsam und gut vorbereitet sein.

Cannabis wird tendenziell weniger konsumiert, es bleibt jedoch die beliebteste Droge in Europa. Immerhin gibt zwischen ein Viertel und ein Fünftel aller Europäer zwischen 15 und 64 Jahren an, bereits Joints geraucht haben. Für Beunruhigung sorgt außerdem, dass immer häufiger verschiedene Drogen miteinander kombiniert werden – mit gefährlichen Folgen für die Gesundheit.