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Obama will US-Truppen nicht übereilt aus dem Irak abziehen

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Obama will US-Truppen nicht übereilt aus dem Irak abziehen

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Die Regierung des Irak erwartet unter dem künftigen US-Präsidenten Barack Obama keinen raschen Kurswechsel. Der irakische Außenminister sagte, Obama habe versichert, dass er keine drastischen Entscheidungen hinsichtlich eines Truppenabzugs treffen werde. Obama selbst hatte seine diesbezüglichen Pläne im Wahlkampf mehrmals skizziert: “Ich will als Präsident den Krieg im Irak beenden. Ich werde die Regierung in Bagdad ersuchen, ihre Zukunft in die Hand zu nehmen und wir werden den Kampf gegen bin Laden und die Al-Kaida-Terroristen, die am 11. September dreitausend Amerikaner getötet haben, zu einem Ende bringen. Ich werde unser Land immer verteidigen, aber ich werde unser Militär klug einsetzen.”

Viele der im Irak stationierten US-Soldaten hoffen, dass sie nach Obamas Sieg nun bald wieder nach Hause zurückkehren können. Lieutenant Scott della Salla hat hohe Erwartungen an seinen künftigen Präsidenten. “Ich möchte Obama gratulieren”, sagte er. “Wir haben viele Soldaten, hier und in Afghanistan, und ich hoffe, dass er das Militär so stark erhält. Und an unsere Familien daheim: wir hoffen, dass ihr die Wirtschaft wieder dorthin bringen könnt, wo sie vor der Krise war.”

Wenn es ihnen möglich war verfolgten die US-Soldaten im Irak den Wahlabend im Fernsehen. Nicht wenige von ihnen hätten den unterlegenen Republikaner John McCain bevorzugt und hoffen nun, dass Obama als ihr künftiger Oberbefehlshaber nichts überstürzt. Der designierte Präsident kündigte bereits an, sich in der Frage des schrittweisen Abzugs der Soldaten mit der Regierung in Bagdad und den US-Streitkräften vor Ort zu beraten.