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Russland plant Stationierung von Raketen an NATO-Grenze

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Russland plant Stationierung von Raketen an NATO-Grenze

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In Zusammenhang mit dem umstrittenen US-Raketenschild in Mitteleuropa kommen auf die NATO und den Westen stürmische Zeiten zu.

Russlands Präsident Dimitri Medwedew hat bei seiner ersten Rede zur Lage der Nation einen harten außenpolitischen Kurs angekündigt. In seiner 90-minütigen Rede kritisierte der Kremlchef ausführlich die Politik von George W.

Bush und sein geplantes Raketenschild in Mitteleuropa. Und er kündigte an, wie Ruissland zu reagieren gedenkt: “Um das amerikanische Raketenabwehrsystem zu neutralisieren werden wir Iskander-Raketen in Kaliningrad aufstellen.” Diese Kurzstreckenraketen mit einer zielgenauen Reichweite von etwa 280 Kilometern sollen in der Enklave Kaliningrad zwischen den NATO-Staaten Polen und Litauen stehen. Außerdem plant Moskau, Störsender gegen die amerikanische Raketenabwehr zu installieren.

Die meisten Europäer halten den russischen Raketenplan für falsch. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier meinte dazu: “Die Ankündigung des russischen Präsidenten Medwedew in Kaliningran Raketen aufzustellen, ist sicherlich das falsche Signal zum falschen Zeitpunkt.”

Westliche Experten nannten die angekündigte Iskander-Stationierung allerdings nicht überraschend.