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Keine Pause für Obama: Künftiger US-Präsident macht sich an die Arbeit

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Keine Pause für Obama: Künftiger US-Präsident macht sich an die Arbeit

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So sehen Sieger aus: Der nächste Präsident der USA, Barack Obama und sein Vizepräsident Joe Biden, konnten am Dienstag einen Triumph feiern – nämlich den deutlichsten Wahlsieg bei einer Präsidentschaftswahl seit 12 Jahren. Dennoch blieb Obama zurückhaltend. In seiner Rede vermied er zu großen Enthusiasmus, stattdessen erinnerte er an die Aufgaben, die nun vor ihm und dem Land liegen: “Es gilt, diese neue Energie jetzt zu nützen. Wir müssen neue Arbeitsplätze schaffen, Schulen bauen, Bedrohungen begegnen und Allianzen reparieren. Der Weg vor uns wird lang und steinig sein. Wir werden ihn kaum in einem Jahr zurücklegen, vielleicht nicht einmal in einer Amtszeit, aber Amerika, ich war noch nie hoffnungsvoller als heute nacht, dass wir ihn zurücklegen werden.”

Noch-Präsident George W. Bush gratulierte Obama wenige Minuten nachdem dessen Sieg feststand, und sprach von einer “historischen Wahl”. In den nächsten Tagen will Bush Obama über alle wichtigen Entscheidungen informieren. Bushs zweite Amtszeit endet am 20. Januar. Politische Analysten teilen freilich Obamas Einschätzung, dass es ein harter Weg wird. “Die Menschen erwarten Entscheidungen von Obama, die ihre drängendsten Probleme betreffen”, sagt Allan J. Lichtman. “Natürlich ist die Wirtschaft das Hauptthema und das ist für einen Präsidenten sehr schwierig. Er hat keine Kontrolle über die Wirtschaft und man kann sie nicht so einfach reparieren.”

Obama selbst gönnte sich keine Pause: Am Tag nach der Wahl machte er sich wieder an die Arbeit. In einer dicken Mappe sind seine nächsten Schritte aufgelistet – bis er dann im Januar auf den Stufen des Kapitols als 44. US-Präsident vereidigt wird.