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Chavez: "Wenigstens ein Schwarzer"

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Chavez: "Wenigstens ein Schwarzer"

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Mit Freude, aber auch mit Skepsis hat die kubanische Regierung auf Barack Obamas Sieg reagiert. Wenn Obama die eingefrorenen Beziehungen auftauen wolle, sei er willkommen. Kuba werde jedoch auch mit einem Fortbestand der Eiszeit fertig.

Das Volk auf der Straße verspricht sich dahingegen viel von Obama: “Sie geben Millionen von Menschen neue Hoffnung”, sagte ein junger Mann in Havanna. “Machen Sie dem Krieg ein Ende. Darauf hoffen wir.”

Jorge Bolanos, ein kubanischer Diplomat in Washington, sieht die Exilkubaner in Florida als Hindernis für eine Verbesserung der Beziehungen. Er erklärte: “Eine kleine Gruppe von Kubanern in Miami hat die US-Regierung in der Hand und zwingt sie zu einer feindlichen Politik gegenüber Kuba. Doch wir beobachten, dass diese Gruppe immer kleiner wird. Eine neue Generation von Exilkubanern wächst heran, die Kuba mit anderen Augen sieht.”

Seit 50 Jahren bekämpft Washington mit einem Embargo das in Havanna herrschende kommunistische Regime.

Der erklärte Erzfeind der USA, Venezuelas linksnationalistischer Präsident Hugo Chavez, zeigt sich höchst erfreut darüber, dass ein Schwarzer ins höchste Amt in den USA kommt. “Gott sei Dank”, ruft Chavez. “Ich verlange gar nicht, dass er ein Revolutionär ist. Ich verlange gar nicht, dass er ein Sozialist ist. Wenigstens ist es ein Schwarzer. Ich gehe davon aus, dass er mit mir und der Mehrheit der Menschen die Hoffnung auf Frieden in der Welt teilt.” Chavez gratulierte Obama zum Sieg und forderte ihn zum Wiederaufbau der Beziehungen auf.