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Krisengipfel zum Kongo vor Hintergrund neuer Gewalt

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Krisengipfel zum Kongo vor Hintergrund neuer Gewalt

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Vor dem Hintergrund neuer Gewalt im Kongo hat im kenianischen Nairobi ein UN-Krisengipfel begonnen.

Zuvor waren bei einem Massaker im östlichen Kongo bis zu sechzig Menschen getötet worden: Tutsi-Rebellen unter dem General Laurent Nkunda die Stadt Kiwanja. Dort seien sie von Haus zu Haus gegangen und hätten dutzende junge Männer getötet, sagte ein Einwohner der Stadt: Die Menschen in Kiwanja hätten nach den Greueltaten der regierungsnahen Mai-Mai-Milizen von den Rebellen Schutz erwartet, doch stattdessen hätten die Rebellen Menschen umgebracht. Dies könnten die Einwohner von Kiwanja nicht verstehen.

Die nun aus der Stadt vertriebenen Mai-Mai-Milizen hatten Kiwanja erst am Vortag eingenommen. Augenzeugen hatten von Morden und Plünderungen berichtet.
Der UN-Sicherheitsrat will über eine Verstärkung der Friedenstruppe im Kongo beraten, jedoch erst Ende November.

In der Konfliktregion Nord-Kivu sind rund um die Stadt Goma etwa 250.000 Menschen auf der Flucht. Internationale Hilforganisationen sprechen von einer dramatischen Versorgungslage der Flüchtlinge.

Unter Vermittlung der UN begann in der kenianischen Hauptstadt Nairobi ein Krisengipfel, an dem auch Präsident von Ruanda, Paul Kagamé, teilnimmt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon will eine politische Einigung zustandebringen. Kongos Präsident Laurent Kabila wirft dem Nachbarland Ruanda vor, die Tutsi-Rebellen im Kongo zu unterstützen. Ruanda hingegen beschuldigt die kongolesische Regierung, Hutu-Milizen in der Grenzregion zu stärken.