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Weitere Kämpfe rivalisierender Milizen im Kongo

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Weitere Kämpfe rivalisierender Milizen im Kongo

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Vor dem Hintergrund weiterer Kämpfe im Kongo hat im kenianischen Nairobi ein UN-Krisengipfel begonnen. Rivalisierende Milizen lieferten sich im Ost-Kongo erneut heftige Gefechte. Bis zu sechzig Menschen kamen bei einem Massaker in der Stadt Kiwanja ums Leben: Tutsi-Rebellen unter dem General Laurent Nkunda seien von Haus zu Haus gegangen und hätten dutzende junge Männer getötet, berichteten Augenzeugen.
Die Rebellen vertrieben die regierungsnahen Mai-Mai-Milizen, die Kiwanja erst am Vortag eingenommen hatten; auch Mai-Mai-Kämpfer verübten laut Augenzeugen zahlreiche Menschenrechtsverbrechen in der Stadt.

Nach Erkenntnissen internationaler Hilfsorganisationen hat im Ost-Kongo die Zwangsrekrutierung von Kindersoldaten stark zugenommen. Die kongolesische Regierung warf der UN-Friedenstruppe vor, nicht genug für den Schutz der Bevölkerung zu tun.
In der Konfliktregion Nord-Kivu sind rund um die Stadt Goma etwa 250.000 Menschen auf der Flucht. Internationale Hilforganisationen sprechen von einer dramatischen Versorgungslage der Flüchtlinge. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganistation breiten sich Seuchen weiter aus; betroffen seien vor allem Kinder.