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Keine Exhumierung von Franco-Opfern

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Keine Exhumierung von Franco-Opfern

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Die spanische Justiz hat die Exhumierung von Opfern aus der Zeit des Bürgerkrieges und der Franco-Diktatur vorerst gestoppt. Der Oberste Gerichtshof gab am Freitag einem Antrag der Generalstaatsanwaltschaft statt. Die hatte Einspruch gegen die Anordnung des Untersuchungsrichters Baltazar Gazon eingelegt, insgesamt 25 Massengräbern zu öffnen und die darin verscharrten Opfer zu identifizieren.

Der Oberste Gerichtshof will nun prüfen, ob Ermittlungsrichter Garzon überhaupt für die Aufklärung der Greueltaten aus dieser Zeit zuständig ist oder ob er seine Befugnisse überschritten hat. Außerdem, so hatte die Generalstaatsanwaltschaft argumentiert, könne den Verantwortlichen aufgrund des Amnestie-Gesetzes
von 1977 nicht mehr der Prozess gemacht werden.

Während des Bürgerkrieges von 1936 bis 1939 waren rund 600.000 Menschen getötet worden. Noch heute werden in Spanien rund 40.000 Opfer des Franco-Regimes in namenlosen Gräbern vermutet. Offiziell gelten diese Menschen als vermisst.