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Wie weiter bei den Republikanern?

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Wie weiter bei den Republikanern?

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Bilder von der Party der Republikaner, der Wahlverlierer. Es war der Abend, an dem John McCain seine Niederlage eingestand – der Abend, an dem Amerikas “Grand Old Party”
begann, nach einem neuen Anfang zu suchen.

Denn verloren haben die Republikaner nicht nur nach 8 Jahren Bush das Weiße Haus
sie haben auch Sitze im Senat verloren – und zwar in Schlüsselstaaten wie Colorado, Virginia, Ohio und Pennsylvania. So fragt man sich jetzt in der Partei, ob man vielleicht zu lange zu sehr auf “Grand Old” gesetzt – und dabei Entwicklungen verschlafen hat.

Der Politikwissenschaftler Allan Lichtman meint: “Die Republikaner müssen einen Weg finden, vielfältiger zu werden. Sie haben sich bisher mehr oder weniger auf weiße, protestantische Wähler verlassen . Das ist aber eine schrumpfende Basis in einem vielfältiger werdenden Land.”

Nach 8 Jahren Bush geht die Debatte mitten durch die Partei – wobei eine Partei in den USA viel umfassender als in Europa als Koalition verschiedener Interessengruppen zu verstehen ist. Wo durch das Mehrheitswahlsystem immer nur eine Partei regiert, hat Koalitionsbildung vorher innerhalb jeder einzelnen Partei stattgefunden.

Und diese ständige Auseinandersetzung wird durch eine so klare Wahlniederlage enorm angeheizt. Man wird es bei den Republikaner in nächster Zeit zwangsläufig auch mit anderen Führungspersönlichkeiten zu tun bekommen.

Der Politkwissenschaftler Allan Lichtman nennt Namen: “ Es könnte durchaus sein, daß Sarah Palin eine wichtige Führungsrolle in der Repubikanischen Partei übernehmen wird, weil sie eine Frau ist. Und damit verkörpert sie zumindest die Möglichkeit einer breiter gefächerten Partei – aber sie muß ihre Herangehensweise ändern, denn die spricht bisher nur die republikanische Basis an.”

Der Erfolg von Parteien hängt nun mal von deren Fähigkeit ab, rechtzeitig auf Entwicklungen in der Gesellschaft zu reagieren.