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EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Strategie im Kampf gegen Finanzkrise

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EU-Staaten einigen sich auf gemeinsame Strategie im Kampf gegen Finanzkrise

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Im Kampf gegen die weltweite Wirtschaftskrise erwarten die Europäer von den USA konkrete Unterstützung für eine neue Weltfinanzordnung. Das Banken-Debakel habe in den USA begonnen und müsse deshalb gemeinsam mit Washington gelöst werden, sagte der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy zum Abschluss des EU-Sondergipfels am Freitag in Brüssel. Man sei sich einig darüber, dass man in Europa die Wirtschaftspolitik koordinieren müsse. Das heiße aber nicht, dass alle das gleiche tun müssten, denn nicht alle Länder seien in derselben Situation. Man solle sich aber in dieselbe Richtung bewegen. Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds drückt die schwere Finanzkrise die Weltkonjunktur im kommenden Jahr in die Rezession. 2009 werde das globale Wachstum nur noch 2,2 Prozent betragen, hieß es im aktualisierten Weltwirtschaftsausblick des IWF. Die Finanzkrise habe sich umfassender und stärker als erwartet auch auf Schwellenländer ausgedehnt. In Brasilien kamen unterdessen die Vertreter der wichtigsten Schwellenländer zusammen. Brasilien, China, Indien und Russland forderten ebenfalls eine Reorganisation der Weltfinanzordnung. An dem Treffen der G20 am 15. November in Washington wird der künftige US-Präsident Barack Obama nicht teilnehmen, wie inzwischen bekannt wurde.