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Afrikanische Staaten wollen Soldaten in den Kongo entsenden

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Afrikanische Staaten wollen Soldaten in den Kongo entsenden

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Der Sondergipfel des regionalen Staatenbundes SADC hat sich zur Entsendung von Friedenstruppen in den Kongo bereiterklärt. In einer Erklärung des SADC hieß es, der Staatenbund sei bereit, Friedenstruppen in die Kivu-Provinz zu schicken, falls dies zur Stabilisierung der Lage “notwendig” sei. Dort konzentrieren sich die Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und den Truppen des Rebellenführers Laurent Nkunda. Es wurden keine Zahlen über eine mögliche Truppenstärke genannt.

Vor Ort sind bereits Soldaten der Vereinten Nationen. Diese beschuldigten die Milizen von Nkunda, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die Stadt Kinwnaja war vor weingen Tagen zunächst von regierungstreuen Mai-Mai-Milizen und dann von Truppen Nkundas erobert worden. Helfer fanden dort die Leichen von mehreren Dutzend Zivilisten.

Inzwischen sind auf dem Flughafen der Provinszhauptstadt Goma die ersten Hilfslieferungen für die mehreren zehntausend Flüchtlinge eingetroffen, die sich in der Region aufhalten. Wegen der anhaltenden Kämpfe können Hilfsorganisationen sie aber nur schwer erreichen. Die Vereinten Nationen sprachen bereits von einer drohenden “humanitären Katastrophe”.