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Proteste gegen Castor-Transport in Deutschland

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Proteste gegen Castor-Transport in Deutschland

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Begleitet von Protesten ist der Transport mit hoch radioaktivem Atommüll für seine letzte
Etappe ins Zwischenlager Gorleben vorbereitet worden. Abgeschottet von tausenden Polizisten lief der Zug aus Frankreich nach knapp 56-stündiger Fahrt gegen 1.15 Uhr im Verladebahnhof im niedersächsischen Dannenberg ein. Der Zug hatte nach mehreren Blockadeaktionen mehr als 14 Stunden Verspätung.

Bei der Räumung von Gleisblockaden kam es am Sonntag zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Nach Angaben der Polizei besetzten mehrere hundert Demonstranten an verschiedenen Orten die Gleise in unübersichtlichen Waldgebieten.

Einige unterhöhlten das Gleisbett auf einer Länge von 20 Metern. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Rund 200 Atomkraftgegner wurden in Gewahrsam genommen. Die Atommüll-Behälter müssen nun die letzten 20 Kilometer bis ins Zwischenlager Gorleben auf der Straße zurücklegen.

Der Zug mit nicht wiederverwertbaren Resten alter Brennelemente war am Freitagabend aus Frankreich gestartet und muss insgesamt rund 1000 Kilometer bis Gorleben zurücklegen. Vor der Halle harren mehrere hundert Menschen auf der Straße aus, um die Zufahrt zum Zwischenlager zu blockieren.