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"great war", Wlan grande guerre" oder I. Weltkrieg?

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"great war", Wlan grande guerre" oder I. Weltkrieg?

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Dies sind Bilder aus dem “Ersten Weltkrieg”, wie er im deutschen Sprachgebrauch heißt.
Auf französisch spricht man bis heute vom “ Grande guerre” – dem großen Krieg. Die blutigen Stellungsschlachten tobten auf flämischem und französischem Boden.
Frankreich verlor in diesem Krieg zehn Prozent seiner männlichen Bevölkerung.

Worte, die in jener Zeit geprägt wurde, lernen noch heute die Schulkinder – z.B. den Kosenamen “poilu” für den Soldaten . Der letzte französische poilu starb im März. Der heute 112 Jahre alte Brite Henry Alligham hat die Gasangriffe von Ypern durchlitten.
Britischen Schülern erzählt er… “Ich fiel in einen Granattrichter. Da stank es. Arme lagen da, in Stücke gerissenes Menschenfleisch, Füße, Hände…schrecklich. Wenn ich mich nicht gerade nach rechts gedreht hätte, als die nächste Granate kam, wäre ich wohl nicht hier…”

Am 28. September 1918 begannen die Allierten in Flandern die letzte Offensive.Ein Drittel aller belgischen Kriegstoten fiel allein in dieser Schlacht. Als die Waffen schwiegen zählte man in Frankreich eine Million 400.000 Tote, in Deutschland eine Million 900.000, in Russland eine Million 700.000, im Habsburger Reich eine Million, in Großbritannien 760.000, in Italien 650.000… “ein Soldat des großen Krieges” steht auf dem Grabstein – viele der Gefallenen waren nicht mehr zu identifizieren.

Soldat Henry Alligham, der überlebt hat, denkt, es sollte doch eine Zeit kommen, in der die ganze Welt zu einer einzigen großen Nation werde. Er hofft, daß es nie mehr Krieg gäbe, er betet, daß die ganze Welt keinen Krieg mehr kenne. “Niemand”, so sagt er, “niemand wird den nächsten Krieg gewinnen.”

In Großbritannien steckt man sich im November “poppies” ans Revers und hölzerne Mohnblumen mit den Namen der Kriegstoten pflanzen Kinder in die Wiesen…