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Heute vor 90 Jahren - das Ende des Ersten Weltkriegs

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Heute vor 90 Jahren - das Ende des Ersten Weltkriegs

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In Frankreich und Grossbritannien, aber auch in Belgien – zum Beispiel in Ypern – wird an das Ende des Ersten Weltkriegs heute vor 90 Jahren erinnert. Ungeachtet der Neutralität des Nachbarlandes waren die Truppen des Deutschen Reichs 1914 in Belgien einmarschiert. Heute gedenken Belgier und Briten gemeinsam in Westflandern – an einem der grausamsten Kriegsschauplätze des Ersten Weltkriegs der mehreren Hunderttausend Toten dort.

In London nehmen die letzten drei überlebenden britischen Kriegsteilnehmer an einer Zeremonie teil. Der 112-jährige Henry Allingham ist der älteste von ihnen, er hofft und betet, dass es keinen Krieg mehr geben wird, weil niemand den nächsten Krieg überleben werde.

Der letzte französische Soldat aus dem ersten Weltkrieg war im vergangenen März gestorben.

In Frankreich ist der 11. November ein Feiertag. Präsident Nicolas Sarkozy gedenkt in Verdun zusammen mit Prinz Charles und Camilla sowie EU-Kommissionspräsiden Barroso der Toten.

Eine Besucherin der Gedenkstätte in Verdun erklärt ihre Betroffenheit: “Ich habe einen Sohn, der damals an der Front hätte sterben können. Ich leide mit den Müttern von damals, die ihre Ehemänner und Söhne verloren haben.”

Die Franzosen nennen den Ersten Weltkrieg LA GRANDE GUERRE – fast jede Familie in Frankreich hatte ein Opfer zu beklagen, über 9 Millionen Menschen wurden getötet – darunter 1,4 Millionen Franzosen.