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Hilfsorganisationen warnen vor Seuchengefahr in kongolesischen Krisengebieten

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Hilfsorganisationen warnen vor Seuchengefahr in kongolesischen Krisengebieten

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Das Flüchtlingselend im Kongo dauert an. Mitarbeiter des Roten Kreuzes haben nach eigenen Angaben Lebensmittel an rund 17.000 Bedürftige verteilt – ein Tropfen auf den heißen Stein, angesichts der rund 250.000 Menschen, die aus den Krisengebieten im Osten des Landes geflohen sind.

Hilfsorganisationen wie “Ärzte ohne Grenzen” warnen vor einer humanitären Katastrophe, sollten sie weiterhin aus Sicherheitsgründen nur eingeschränkt arbeiten können. “Wir hatten hier mehrere Patienten unter Beobachtung und es gibt 43 mutmaßliche Fälle von Cholera”, sagt Megan Hunter von “Ärzte ohne Grenzen”. “Wir sind ziemlich besorgt, denn die sanitären Einrichtungen im Lager sind nicht besonders gut.”

Laut dem UN-Kinderhilfswerk UNICEF wurde nördlich von Goma ein Hilfstransport beschossen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte beim Außenministertreffen in Brüssel, Berlin sei bereit, die Landebahn des Flughafens von Goma zu reparieren, damit mehr Hilfsflüge landen könnten. Die Entsendung von EU-Truppen schloss der französische Staatssekretär für Zusammenarbeit, Alain Joyandet, aus. Man hoffe, dass die kongolesische Armee verstärkt werden könne, sagte er.

Rebellenführer Laurent Nkunda warnte die geplanten afrikanischen Friedenstruppen davor, sich auf die Seite der Regierung in Kinshasa zu schlagen. Aus Angst vor einem Bürgerkrieg im Kongo hatte die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft die Entsendung eines Friedenskorps angekündigt. Erst am Wochenende war es erneut zu Kämpfen zwischen Nkundas Tutsi-Rebellen und Soldaten der kongolesischen Regierung gekommen.