Eilmeldung

Eilmeldung

Atommüll am Ziel, Niedersachsen genervt

Sie lesen gerade:

Atommüll am Ziel, Niedersachsen genervt

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem umstrittenen Atommülltransport ins deutsche Gorleben hat das Bundesland Niedersachsen von der Berliner Regierung ein Endlagerkonzept gefordert.

Gorleben ist eines von drei deutschen Zwischenlagern. Berlin würde im dortigen Salzstock gern ein Endlager einrichten. Doch viele Anwohner wehren sich. Im Moment gilt ein Erkundungsstopp.

Kurz nach Mitternacht hatte der Transport sein Ziel erreicht. Tausende Kernkraftgegner konnten das nicht verhindern, aber die Ankunft der elf Behälter mit Resten alter Brennelemente um fast einen Tag verzögern. Allein in Niedersachsen waren 10.000 Polizisten im Einsatz.

80 Stunden hatte die Reise von der französischen Wiederaufbereitungsanlange La Hague gedauert. Die 17 Tonnen Müll – ummantelt mit rund 100 Tonnen Glas – waren erstmals in französischen Containern verpackt. Laut Greenpeace setzen sie mehr Strahlung frei als die alten Castor-Behälter. Die Behörden bestreiten das.

Die Polizei beklagte die Gewaltbereitschaft zahlreicher Demonstranten. Autonome Gewalttäter nutzten die Anti-Atom-Bewegung für brutale Übergriffe.