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Russisches Unfall-U-Boot war hoffnungslos überbelegt

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Russisches Unfall-U-Boot war hoffnungslos überbelegt

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Trauerfeier für die Opfer des Gasunfalls auf dem russischen Atom-U- Boot «Nerpa». In Komsomolsk am Amur betrauerten Familienangehörige und Arbeitskollegen 12 tote Werftmitarbeiter. Ingesamt waren am Samstag an Bord des gerade fertiggestellten Atom-U-Boots im japanischen Meer 20 Menschen umgekommen – drei Offiziere und 17 Zivilisten.

Das Schiff war auf Testfahrt und sollte an Indien vermietet werden. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Gas durch eine Fehlfunktion des Feuerlöschsystems freigesetzt.

Überlebende berichten inzwischen Einzelheiten über den Unfall:

- das Löschsystem sei am frühen Abend plötzlich angesprungen

- die Opfer hätten es meist nicht rechtzeitig geschafft, ihre Gasmasken aufzusetzen oder seien bei dem Versuch umgekommen, andere aus dem verseuchten Bereich zu retten

- das für bis zu 90 Personen gedachte U-Boot habe 224 Menschen an Bord gehabt.