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Rezession: Zeichen stehen auf Sturm

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Rezession: Zeichen stehen auf Sturm

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Die globale Finanzkrise hat in Deutschland den Konjunkturmotor abgewürgt. Nach den Jahren 2006 und 2007 mit über zwei Prozent Wachstum rutscht die Wirtschaft in die Rezession.

Von Juli bis September schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt um 0,5 Prozent und verringerte sich damit erstmals seit fünf Jahren
wieder in zwei Quartalen in Folge. Eine derartige Entwicklung hatte die deutsche Statistikbehörde zuletzt 2003 ermittelt.

Die Hauptgründe, die Finanzkrise und die hohen Ölpreise, gelten auch für den Rest der Welt. Laut OECD schrumpft die Wirtschaft im Schlußquartal und 2009 in den USA, Japan und in der Eurozone.
Als Folge werde die Arbeitslosenquote in vielen
Ländern voraussichtlich deutlich steigen.

In Deutschland erwarten Experten, dass sich die Wirtschaft erst in der zweiten Hälfte des Wahljahres 2009 wieder erholt.

Noch aber stehen die Zeichen auf Sturm, sagt Thorsten Polleit von Barclays. Auch der Konsum, der zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmacht, ist kein Rettungsanker. Waren es zu Jahresbeginn noch die hohen Ölpreise und die rasante Inflation, die den Verbrauchern die Kauflust verdarben, so sind es nun die Zukunfts-
und Jobängste.